
Die Abteilung Strukturgeologie und Tektonophysik erforscht tektonische Prozesse und die Entwicklung der Lithosphäre in Bezug auf Deformation, Metamorphose, Magmenaufstieg- und Platznahme, Mineralisationen, Fluid-Gesteins-Wechselwirkungen sowie fossile und rezente Spannungszustände in der oberen Erdkruste. Ein wichtiger Bestandteil sind unterschiedliche magnetische Verfahren zur Bestimmung von Gefügeparametern und Quantifizierung der Deformation sowie zur Erstellung einer mineral- und gesteinsmagnetischen Datenbasis für die Interpretation krustaler magnetischer Anomalien (z.B. Impakt-Strukturen) sowie Paläomagnetik.

Die Abteilung betreibt ein gesteinsmagnetisches Labor, das auf Messungen der magnetischen Suszeptibilität und der Magnetisierung in einem feldfreien Raum spezialisiert ist. Innerhalb der letzten Jahre wurde die Magneto-Mineralogie als wichtiger Bestandteil der Forschungsarbeiten unserer Arbeitsgruppe ausgebaut, die eine gute Vernetzung zu anderen Fach-Disziplinen ermöglicht. Weitere Methoden sind die numerische Modellierung der Lithosphärendeformation als Folge orogener Auflasten und die Quantifizierung von krustalen Spannungszuständen durch elektromagnetische Strahlung (EMR).

