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Weltweiter Vergleich der Strategien zur Sicherung der Rohstoffversorgung (ThinkTank)

  • Ansprechperson:

    Prof. Dr. Christoph Hilgers

  • Endtermin:

    12/2020

Die Industrie Baden-Württembergs ist auf Import von metallischen und mineralischen Rohstoffen sowie von fossilen organischen Rohstoffen angewiesen. Bei der Produktion von nicht-metallischen, mineralischen Rohstoffen, bei denen Baden-Württemberg im bundesweiten mit 90 Mio t/a im bundesweiten Vergleich an dritter Stelle liegt (Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau, Rohstoffbericht 2012/2013), ist die Eigenversorgung nahezu sichergestellt. Somit ist der gesamte deutsche Rohstoffmarkt für metallische mineralische Rohstoffe sowie für fossile organische Rohstoffe auf globale Bereitstellung angewiesen.

Aufgrund dieser Abhängigkeit ist die Bundesregierung Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie in der Vergangenheit strategische, bilaterale Rohstoffpartnerschaften und Rohstoffabkommen mit bestimmten rohstoffreichen Ländern eingegangen. Dabei sind als zentrale Ziele dieser Partnerschaften nicht nur die Erkundung und Erschließung weiterer Lagerstätten definiert, sondern auch die Unterstützung der Partnerländer im Hinblick auf eine verbesserte Infrastrukur mit dem Einsatz moderner Technologien. Außerdem sollen Umwelt- und Sozialstandards erhöht und die Effizienz der Wertschöpfungskette ausgebaut werden (BDI, 2018). Bislang ist die Bundesregierung solche Partnerschaften mit der Mongolei, Kasachstan und Peru eingegangen und weitere gemeinsame Erklärungen bestehen mit Chile, Australien und Kanada (BMWi, 2018).

Im Rahmen dieses Projektes des Think Tanks wird die deutsche Strategie zur Rohstoffsicherung den Rohstoffstrategien anderer Länder gegenübergestellt und mit diesen verglichen. Es sollen Vor- und Nachteile der entsprechenden strategischen Methoden mit dem Ziel beleuchtet werden, für Deutschland und Baden-Württemberg Empfehlungen zur Strategieentwicklung zu geben. Desweiteren werden etwaige Optionen zur langfristigen Versorgungssicherheit und Preisentwicklung auf Baden-Württemberg übertragen. Hierzu sollen gezielt Problemstellungen der ansässigen Industrie (z.B. welche Rohstoffe werden als kritisch erachtet, welche Rohstoffinformationen sollten zusätzlich für die Firmen verfügbar sein) berücksichtigt und die zusammengestellten Strategieansätze dahingehend geprüft werden.